Universitäre Weiterbildung für Berufstätige

Didaktik-Konzept der IBH-Hochschul-Zertifikatskurse

Das Didaktik-Konzept der Hochschul-Zertifikatskurse (im Folgenden „Kurse“) steht in der Tradition des (interaktionistischen) Konstruktivismus. Die Studierenden agieren im Zentrum des Lernprozesses: An ihre individuellen Erfahrungen wird angeknüpft – mit dem Ziel, ein handlungsorientiertes Verständnis der Lerninhalte entwickeln zu können.

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Das Didaktik-Konzept gliedert den Lernprozess in eine Selbstlernphase und eine Präsenzphase. Dabei kommt der Flipped Classroom-Ansatz zur Anwendung. In der Präsenzphase wird der Lernprozess mit Hilfe der Storyline-Methode gestaltet.

Dabei verfügen alle Kurse über die gleiche Ablaufstruktur: Ein Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich. Der Workload pro Kurs beträgt 150-180 Stunden, wobei zwischen der ersten Bearbeitung des jeweiligen Online-Lernskripts und dem Prüfungstermin mindestens 15 Tage vergangen sein müssen. Mindestens 25 der 150-180 Stunden finden im Rahmen der Präsenzphase statt. Die übrigen 125-155 Stunden erfolgen als tutoriell begleitete Selbstlernphase. Die Selbstlernphase findet regelmäßig vor der Präsenzphase statt und kann optional auch nach dieser fortgeführt werden.

Die Studierenden benötigen für den Start lediglich für den jeweiligen Kurs den kostenlos verfügbaren Lernzielkatalog und die Primärliteratur. Das kostenlose Online-Lernskript-Tool unterstützt die Studierenden bei der Erstellung des Lernskripts.

Ablaufschema der IBH-Hochschul-Zertifikatskurse
Ablaufschema der IBH-Hochschul-Zertifikatskurse

Selbstlernphase

Beispiel Lernskriptseite
Beispiel Skriptseite

Mit dem Online-Lernskript-Tool formulieren die Studierenden alle Lernziele des Lernzielkatalogs selbständig in Lernzielfragen um und beantworten die auf diese Weise generierten Fragen unter Zuhilfenahme der Primärliteratur. Im Ergebnis erhalten die Studierenden dadurch ein ideales, eigenständig erarbeitetes Lernskript. Dieses dient als Vorbereitung und Grundlage der Präsenzphase.

Während der Selbstlernphase können sich die Studierenden mit Verständnisfragen jederzeit per E-Mail an den jeweiligen Online-Tutor eines Kurses wenden. Sie erhalten dann – im Regelfall innerhalb eines Werktages – eine Antwort via E-Mail, Telefon oder Videokonferenz. Zusätzlich sind Live-Tutorien zu jedem Kurs möglich.

Präsenzphase

Beispiel Storyboard Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre
Beispiel Storyboard
Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Vor der Präsenzphase sollten mindestens 80% des Online-Lernskripts erstellt werden. Dies garantiert zum einen, dass sich die Studierenden vor der Präsenzphase intensiv mit der Primärliteratur und den Lernzielen auseinandergesetzt haben. Zum anderen wird dadurch sichergestellt, dass unter den Kursteilnehmern ein möglichst ähnlicher Wissensstand zum Kursthema vorhanden ist.

Die Ablaufstruktur der Präsenzphase gestaltet sich wie folgt: Ein Workload von (mindestens) 25 Stunden verteilt sich auf wahlweise drei Präsenztage (9h/8h/8h), vier Präsenztage (7h/6h/6h/6h), fünf Präsenztage (5h/5h/5h/5h/5h) oder sechs Präsenztage (5h/4h/4h/4h/4h/4h).

In der Präsenzphase setzen sich die Studierenden kritisch und anwendungsorientiert mit dem Kursthema auseinander: Im Rahmen der Storyline-Methode erarbeiten die Studierenden eigenständig ein kreatives, handlungsorientiertes Konstrukt, das auf den Lernzielen des Kurses und dem individuellen Erfahrungswissen der Kursteilnehmer aufbaut. Dabei werden nicht nur die Lösungen konstruiert, sondern auch die Probleme, die es zu lösen gilt.

Das Ziel dieser konstruktivistischen Projektarbeit besteht beispielsweise im Aufbau eines virtuellen Unternehmens (Kurs Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre), in der Entwicklung einer virtuellen Volkswirtschaft (Kurs Grundlagen der Volkswirtschaftslehre) oder in der Durchführung eines virtuellen Qualitätsverbesserungsprojektes (Kurs Qualitätsmanagement).

Dem Dozent obliegt in diesem Prozess zunächst die Aufgabe, einen Orientierungsrahmen (Impulsvortrag) zu setzen. Im Fortgang ist er dann kontinuierlich in beobachtender, beratender, coachender und moderierender Funktion tätig. Er begleitet und unterstützt mit seiner Fachexpertise den Lernprozess der Studierenden.

Das Storyboard dient der Strukturierung der Projektarbeiten (in Kleingruppen). Es besitzt folgende standardisierte Struktur: Begrüßung der Kursteilnehmer durch den Dozenten, Impulsvorträge des Dozenten, Gruppenarbeitsphasen der Studierenden anhand kurspezifischer Schlüsselfragen, Präsentation der Projektarbeiten durch die Gruppen (vor dem Plenum, mit anschließender Diskussion moderiert durch den Dozenten), Abschlussbesprechung.

Struktur Tagesplanung

Impulsvortrag
Gruppenarbeit
Präsentationen

Zeit-Modelle (Präsenzphase)

3 Tage (9/8/8)

1. Tag
(9 Std.)
2. Tag
(8 Std.)
3. Tag
(8 Std.)

4 Tage (7/6/6/6)

1. Tag
(7 Std.)
2. Tag
(6 Std.)
3. Tag
(6 Std.)
4. Tag
(6 Std.)

5 Tage (5/5/5/5/5)

1. Tag
(5 Std.)
2. Tag
(5 Std.)
3. Tag
(5 Std.)
4. Tag
(5 Std.)
5. Tag
(5 Std.)

6 Tage (5/4/4/4/4/4)

1. Tag
(5 Std.)
2. Tag
(4 Std.)
3. Tag
(4 Std.)
4. Tag
(4 Std.)
5. Tag
(4 Std.)
6. Tag
(4 Std.)

Prüfung

Nach Abschluss der Präsenzphase erfolgt im Falle der Erreichung des Workloads (zwischen erster Bearbeitung des jeweiligen Online-Lernskripts und dem Prüfungstermin müssen mindestens 15 Tage liegen) die Zulassung zur Prüfung. Nach erfolgreicher Prüfungsanmeldung wird diese in zugelassenen Testing Centern abgelegt. Die Dauer der Prüfung eines Kurses beträgt 90 Minuten. Von 100 möglichen Punkten müssen zum Bestehen mindestens 51% erreicht werden. Bei Bestehen der Prüfung erhalten die Studierenden ein Zertifikat mit ausgewiesenen Hochschul-Credits (ECTS) sowie Certificate Supplements – in deutscher und englischer Sprache. Diese enthalten Angaben zu den Inhalten des Kurses und zur erreichten Punktzahl. Dadurch wird die mögliche Anrechnung auf Studiengänge – national wie international – zusätzlich erleichtert.

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